„Sie wollen doch nicht ... Wollen Sie nicht frühstücken?“ fragte Karmasinoff ganz gegen seine Gewohnheit, doch selbstverständlich in der Annahme, eine höflich ablehnende Antwort zu erhalten.

Aber ungeachtet dessen oder vielleicht gerade deshalb wünschte Pjotr Stepanowitsch sofort zu frühstücken. Ein Schatten beleidigten Erstaunens glitt über das Gesicht des Hausherrn, doch nur auf einen Augenblick: nervös klingelte er darauf nach dem Diener und erhob, trotz seiner guten Erziehung, launisch die Stimme, als er ein zweites Frühstück bestellte.

„Wollen Sie denn ein Kotelett oder Kaffee?“ erkundigte er sich bei seinem Gast.

„Beides, und bestellen Sie noch Portwein dazu, ich bin hungrig,“ sagte Pjotr Stepanowitsch seelenruhig und betrachtete Karmasinoffs Kostüm. Es bestand aus einer Art von Hausjackett, oder Jäckchen, jedenfalls war es wattiert, mit Perlmutterknöpfen versehen und sehr kurz, was sich zu seinem runden Bäuchlein und dem runden, festen Körperteil der Rückseite wenig gut ausnahm. Über seine Knie hatte er ein kariertes wollenes Plaid gebreitet, obgleich es im Zimmer warm war.

„Krank etwa?“ fragte Pjotr Stepanowitsch.

„Nein, nicht krank, aber ich fürchte, krank zu werden – in diesem schrecklichen Klima,“ antwortete Karmasinoff mit seinem kreischenden Stimmchen, wenn auch freundlich. „Ich erwartete Sie schon gestern.“

„Warum das? Ich hatte Ihnen doch nicht versprochen, zu Ihnen zu kommen.“

„Ja, aber Sie haben doch mein Manuskript! Sie ... haben Sie es gelesen?“

„Manuskript? Was für eines?“

Karmasinoff wunderte sich maßlos.