„Trinken Sie. Kalter Tee ist gut.“
Kirilloff setzte sich wieder auf seinen Stuhl und blickte von neuem in die Ecke.
„In der Gesellschaft entstand der Gedanke,“ fuhr er mit derselben Stimme fort, „daß ich damit nützlich sein kann, wenn ich mich töte und daß, wenn Sie hier vieles gemacht haben und man die Schuldigen sucht, so erschieße ich mich plötzlich und hinterlasse einen Brief, daß ich alles getan habe, so daß man Sie ein Jahr lang nicht verdächtigen wird.“
„Wenn auch nur ein paar Tage lang nicht. Auch ein Tag ist schon kostbar!“
„Gut. So sagte man mir, daß ich, wenn ich will, warten soll. Ich sagte, ich werde warten, bis man mir die Frist von der Gesellschaft aus sagt, weil mir doch alles einerlei ist.“
„Ja, aber vergessen Sie nicht, Sie verpflichteten sich noch, diesen letzten Brief vor dem Tode nicht anders als mit mir zusammen zu schreiben – und, daß Sie, wenn Sie in Rußland angekommen sein würden, in meiner, ... na, mit einem Worte, zu meiner Verfügung stehen, das heißt, versteht sich, nur in dieser einen Beziehung ... In allen anderen sind Sie natürlich vollkommen frei,“ fügte Pjotr Stepanowitsch fast liebenswürdig hinzu.
„Ich habe mich nicht verpflichtet, war nur einverstanden, weil es mir einerlei ist.“
„Vorzüglich, vorzüglich, ich habe nicht die geringste Absicht, Ihre Eigenliebe zu verletzen, aber ...“
„Hier ist gar keine Eigenliebe.“
„Aber vergessen Sie nicht, daß man Ihnen hundertundzwanzig Taler zur Reise gegeben hat, also haben Sie Geld genommen.“