„Sie hatten schon längst beschlossen, sich das Leben zu nehmen ... das heißt, Sie hatten solch eine Idee. Habe ich mich so richtig ausgedrückt? Habe ich keinen Fehler gemacht?“

„Ich habe auch jetzt dieselbe Idee.“

„Vorzüglich. Vergessen Sie aber nicht, daß niemand Sie dazu gezwungen hat.“

„Das fehlte noch! Wie dumm Sie sprechen!“

„Gut, gut. Ich gebe zu, daß ich mich vielleicht sehr töricht ausgedrückt habe. Es wäre ja auch zweifellos sehr dumm gewesen, einen Menschen dazu zwingen zu wollen. Ich fahre also fort: Sie waren ein Glied des Verbandes – noch zur Zeit der alten Organisation – und vertrauten sich damals einem anderen Gliede dieser Gesellschaft an.“

„Ich habe mich gar nicht anvertraut, ich habe einfach gesagt.“

„Gut. Schön. Wäre ja auch lächerlich, sich ‚anzuvertrauen‘, als ob es eine Beichte wäre! Sie haben also einfach gesagt ... na, wunderschön.“

„Nein, gar nicht wunderschön, Sie verstehen nicht zu sprechen. Ich bin Ihnen gar keine Rechenschaft schuldig, ja, und meine Gedanken können Sie gar nicht verstehen. Ich will mir das Leben nehmen, darum, weil ich solch einen Gedanken habe, weil ich nicht haben will, daß es Angst vor dem Tode gibt, weil ... weil Sie davon gar nichts zu wissen brauchen ... Was wollen Sie? Tee trinken? Er ist kalt. Warten Sie, ich werde Ihnen ein anderes Glas geben.“

Pjotr Stepanowitsch hatte nach der Teekanne gegriffen und suchte ein leeres Gefäß. Kirilloff stand auf, ging zum Schrank und brachte ihm ein reines Glas.

„Ich habe soeben bei Karmasinoff gefrühstückt,“ bemerkte der Gast, „darauf hörte ich zu, wie er redete und da wurde mir heiß ... lief hierher – habe jetzt schrecklichen Durst.“