„Wenn es Ihnen möglich ist, so heiraten Sie Lisaweta Nicolajewna,“ sagte plötzlich Mawrikij Nicolajewitsch, und zwar so, daß man, was das Merkwürdigste war, aus der Stimme, der Intonation überhaupt nicht heraushören konnte, was das nun war: eine Bitte, eine Empfehlung, eine Abtretung, oder ein Befehl.
Stawrogin fuhr fort zu schweigen. Doch Drosdoff schien bereits alles gesagt zu haben, was er sagen wollte, und sah jetzt, in Erwartung einer Antwort, starr vor sich hin.
„Wenn ich mich nicht irre, was mir jetzt ausgeschlossen erscheint, so ist Lisaweta Nicolajewna schon mit Ihnen verlobt,“ sagte Stawrogin endlich.
„Ja, sie hat sich mit mir verlobt,“ bestätigte fest und deutlich Mawrikij Nicolajewitsch.
„Sie ... haben sich entzweit ... Verzeihen Sie, Mawrikij Nicolajewitsch –“
„Nein, sie ‚liebt und achtet‘ mich, nach ihren eigenen Worten. Und ihre Worte gehen mir über alles.“
„Daran ist selbstredend nicht zu zweifeln.“
„Aber wenn sie mit mir schon in der Kirche vor dem Altar stünde und Sie sie riefen, so würde sie doch mich und alle verlassen und zu Ihnen gehen.“
„Vom Altar?“
„Ja, vom Altar.“