„Stellen Sie die Frage, stellen Sie die Frage!“
„Wenn einer von Ihnen von einem beabsichtigten politischen Morde erführe – würde er dann, wenn er alle Folgen voraussieht, hingehen und Anzeige erstatten, oder würde er zu Hause bleiben und den Dingen ruhig ihren Lauf lassen. Darüber kann man verschiedener Meinung sein. Die Antwort auf meine Frage wird uns sagen, ob wir auseinandergehen oder zusammenbleiben sollen, und wenn das letztere, dann nicht nur für heute abend. Gestatten Sie, daß ich mich mit dieser Frage an Sie als ersten wende,“ wandte er sich an den Lahmen.
„Warum denn gerade an mich als ersten?“
„Weil doch nur von Ihnen diese ganze Auseinandersetzung heraufbeschworen worden ist. Haben Sie die Güte, die Antwort nicht umgehen zu wollen. Ausflüchte sind hier nicht am Platz. Doch übrigens, wie Sie wollen. Ihr freier Wille, wie gesagt.“
„Erlauben Sie, eine solche Frage ist einfach beleidigend.“
„Ich muß schon bitten, etwas deutlicher zu sein.“
„Ich bin noch nie Agent der Geheimpolizei gewesen.“
„Haben Sie die Güte, mich nicht aufzuhalten. Etwas bestimmter, wenn ich bitten darf.“
Der Lahme ärgerte sich dermaßen, daß er überhaupt aufhörte, zu antworten. Schweigend, mit bösem Blick, sah er, ohne seine Augen abzuwenden, hinter der Brille hervor auf seinen Peiniger.
„Ja oder nein? Würden Sie anzeigen, oder würden Sie nicht anzeigen?“ schrie plötzlich Werchowenski.