„Aber noch nie ist Rußland zu solch einer ...“
Doch schon hatte man ihn wieder gepackt, überwältigt und schleppte ihn weg. Sogleich stürmte ein ganzer Haufe von etwa fünfzehn Mann hinter die Kulissen, um ihn zu befreien, stürmte seitlich an der Tribüne vorüber, riß eine Barriere um ...
Ich sah nur noch, daß plötzlich – ich traute meinen Augen nicht – die Studentin (Wirginskis Schwester) auf der Tribüne stand. Sie hielt dieselbe Papierrolle in der Hand, war ebenso angezogen, ebenso rundlich, doch hinter ihr standen noch zwei oder drei Gesinnungsgenossinnen und zwei oder drei Genossen, unter diesen auch ihr Todfeind, der Gymnasiast. Ich vernahm sogar noch ihre ersten Worte:
„Ich bin gekommen, um Ihnen von den Leiden der unglücklichen Studenten zu erzählen und alle zu einem Protest aufzurufen!“ ...
Doch da lief ich schon hinaus. Mein Festordnerband steckte ich in die Tasche, durch eine Hintertür gelangte ich auf die Straße. Mein erster Weg war natürlich zu Stepan Trophimowitsch.
Siebzehntes Kapitel.
Das Ende des Festes
I.
Stepan Trophimowitsch empfing mich nicht. Er hatte sich eingeschlossen und schrieb. Auf mein Klopfen und Rufen hin antwortete er mir nur durch die verschlossene Tür:
„Lieber Freund, ich habe mit allem abgeschlossen, wer kann noch mehr von mir verlangen?“
„Sie haben gar nicht mit allem abgeschlossen! Sie haben nur das Ihre dazu beigetragen, daß alles zusammenbrach! Im Ernst, Stepan Trophimowitsch, machen Sie die Tür auf, man muß Vorkehrungen treffen. Die Bande kann schließlich noch zu Ihnen kommen, um Sie zu beschimpfen ...“