„Wie ... nett er ist ...“ flüsterte sie lächelnd, mit schwacher Stimme.

Arina Prochorowna bemerkte zufällig Schatoffs Gesichtsausdruck und brach in heiteres Lachen aus: „Was der aber für ein Gesicht macht! So etwas habe ich noch nie gesehn!“

„Lachen Sie nur, Arina Prochorowna ... Das ist eine große Freude ...“ sagte Schatoff mit einfältig seligem Gesichtsausdruck: nach den paar Worten, die Marie über das Kind gesagt hatte, war er geradezu erstrahlt.

„Ach, was ist denn das für eine große Freude!“ lachte Arina Prochorowna, die geschäftig im Zimmer hin und her ging.

„Das Geheimnis, daß es ein neues Wesen auf der Welt gibt; das große und unerklärliche Geheimnis, Arina Prochorowna – wie schade, daß Sie das nicht verstehen!“

Schatoff sprach wirr, wie benommen und verzückt. Als ob irgend etwas in seinem Kopfe hin und her wogte und sich von selbst, ohne seinen Willen, aus seiner Seele ergoß.

„Es waren zwei, und plötzlich ist ein dritter Mensch, ein neuer Geist, ein ganzer, in sich vollendeter, wie ihn Menschenhand nimmer erschaffen kann; ein neuer Gedanke und eine neue Liebe ... sogar unheimlich ... Und es gibt nichts Höheres auf der Welt!“

„Der redet was zusammen! Das ist doch einfach die Weiterentwicklung des Organismus und nichts anderes, nichts von Geheimnissen,“ sagte Arina Prochorowna wieder mit aufrichtig heiterem Lachen. „So wäre ja jede Fliege ein Geheimnis. Nur sehen Sie: überflüssige Menschen sollten lieber nicht geboren werden. Schmiedet erst alles so um, daß sie nicht mehr überflüssig sind, dann könnt ihr sie gebären. Denn sonst – da muß man ihn nun übermorgen in die Findelanstalt schleppen ... Übrigens, so muß es auch sein.“

„Niemals werde ich ihn von mir fort in eine Anstalt geben!“ sagte Schatoff, den Blick zu Boden gesenkt, mit fester Stimme.

„Sie adoptieren ihn?“