„Nun, das ist doch ein Gedanke! Selbstverständlich sind alle Schurken, und da es einen anständigen Menschen auf der Welt anekelt, so ...“

„Dummkopf, ich bin ganz eben so ein Schurke wie du, wie alle, aber kein anständiger. Ein anständiger ist noch niemals nirgends gewesen.“

„Na, endlich also erraten! Haben Sie denn wirklich bis jetzt noch nicht begriffen, Kirilloff, Sie mit Ihrem Verstande, daß alle ein und dieselben sind, daß es weder bessere noch schlechtere Menschen gibt, sondern nur klügere und dümmere, und daß, wenn alle Schurken sind (was nebenbei bemerkt Unsinn ist), es folglich einen Nichtschurken auch gar nicht geben kann?“

„Ah! Und du lachst wirklich nicht?“ fragte ihn Kirilloff mit einer gewissen Verwunderung. „Du sprichst mit Eifer und einfach ... Haben denn auch solche wie du Überzeugungen?“

„Kirilloff, ich habe nie verstehen können, warum Sie sich töten wollen. Ich weiß nur, daß Sie es aus Überzeugung ... aus fester Überzeugung wollen. Aber wenn Sie das Bedürfnis fühlen, sich, wie man sagt, mitzuteilen, so stehe ich zu Ihrer Verfügung ... Nur muß man die Zeit im Auge behalten ...“

„Wieviel ist die Uhr?“

„Oho, punkt zwei,“ sagte Pjotr Stepanowitsch mit einem Blick auf seine Uhr, und er zündete sich eine Zigarette an.

„Ich glaube, ich werde doch noch mit ihm fertig,“ dachte er bei sich.

„Ich habe dir nichts zu sagen,“ brummte Kirilloff.

„Ich erinnere mich noch, daß da irgend etwas von Gott dabei war ... Sie haben es mir doch einmal erklärt, oder sogar zweimal ... Wenn Sie sich erschießen, so werden Sie Gott, so war es doch, wenn ich mich nicht täusche?“