„Ich ... ich habe einmal davon gesprochen ...“ stotterte Stepan Trophimowitsch, über und über rot, „aber ich habe bloß angedeutet ... j’étais si nerveux et malade et puis[55] ...“

Sie lachte.

„Und da kein anderer Freund zur Hand war und Nastassja Ihnen gerade in den Weg lief – nun, ich weiß schon! Die aber hat ja überall Freundinnen. Doch lassen wir das, das ist ja alles ganz gleichgültig. Mögen es die Leute doch wissen, um so besser! Und kommen Sie bald, wir speisen früh. Ach, da habe ich etwas vergessen!“ sie setzte sich wieder. „Hören Sie mal, wer ist Schatoff?“

„Schatoff? Das ist Darja Pawlownas Bruder ...“

„Ach, das weiß ich doch, daß er ihr Bruder ist, – wie Sie wirklich sind!“ unterbrach sie ihn ungeduldig. „Ich will wissen, was er eigentlich ist, was für ein Mensch?“

„C’est un pense-creux d’ici. C’est le meilleur et le plus irascible homme du monde.“[56]

„Das habe ich auch schon gehört, daß er ein Sonderling ist. Aber das gehört nicht zur Sache. Man sagte mir, daß er drei Sprachen spricht, auch englisch, und sich mit literarischen Arbeiten beschäftigt. In diesem Fall könnte ich ihm viel Arbeit verschaffen. Ich habe jemanden nötig, der mir helfen kann, und je schneller ich einen finde, desto besser. Aber wird er die Arbeit annehmen, was meinen Sie? Man hat ihn mir dazu empfohlen.“

„O natürlich, et vous ferez un bienfait.“[57]

„Ich tue es gar nicht wegen des bienfait, sondern weil ich einen Gehilfen brauche.“

„Ich bin mit Schatoff befreundet,“ sagte ich, „und wenn Sie mich beauftragen wollten, so würde ich sofort zu ihm gehen.“