Man versichert ihm, daß das Volk weit fester sitze, er aber sagt: „Na, das ist erst recht Unsinn!“ und weist auf die Tatsachen hin – Räuberhorden, Brandstiftungen, von Sohn[75] –. „Und ihr seht es ja selbst ein, daß das eine unentschiedene Sache ist, da ihr jetzt selbst verstummt und nichts mehr zu sagen wißt. (Auf die goldene Urkunde[76] hin ging doch das Volk, warum soll es auf die Proklamationen hin nicht gehen?“)
Ist mitunter ganz entsetzlich unwissend. Den ernsten Einwendungen seines Vaters (z. B., daß nicht die ganze Natur des Menschen bekannt ist und der Verstand nur 1/20 des ganzen Menschen ausmacht) schenkt er überhaupt keine Beachtung und will und versucht auch nicht einmal, ihm zu entgegnen, gibt sogar offen zu, daß er das nicht weiß, aber: „nicht darauf kommt es an“.
Ist in seiner Unwissenheit vollkommen ruhig.
Die Rede seines Vaters bei der Fürstin hat er nicht einmal gehört.
Und dabei schlägt er den Vater doch vollkommen. („Mit ihm kann man nicht streiten,“ sagt der Vater.)
Die Streitfragen der Slawophilen und Westler sind ihm nicht einmal annähernd bekannt, er hat nur gehört, daß es so etwas wie Slawophile und Westler gibt, aber: „alles das ist Unsinn“ und „nicht darum handelt es sich.“
Schreibt sogar unorthographisch.
Charakteristik Stepan Trophimowitschs
Porträt eines reinen und idealen Westlers mit allen Schönheiten.
Lebt vielleicht (in Moskau) in einer Gouvernementshauptstadt.