„Es steht doch geschrieben, wenn du glaubst und dem Berge befiehlst, von der Stelle zu rücken, so wird er von der Stelle rücken ... Übrigens, Blödsinn! Aber ich will Sie doch fragen: werden Sie einen Berg von der Stelle rücken oder nicht?“

„Wenn Gott es befiehlt, werde ich auch Berge versetzen,“ sagte Tichon leise und zurückhaltend, und allmählich senkte er wieder den Blick.

„Nun, das ist ebensogut, wie: Gott macht es selbst. Nein, Sie, Sie, als Belohnung für den Glauben an Gott?“

„Es kann sein, daß ich ihn vielleicht auch nicht von der Stelle rücken werde.“

„‚Vielleicht‘? Das ist nicht übel. Warum zweifeln Sie denn?“

„Ich glaube nicht vollkommen.“

„Wie? Sie nicht vollkommen? Nicht ganz?“

„Ja ... vielleicht glaube ich nicht vollkommen.“

„Nun! Aber wenigstens glauben Sie doch, daß Sie ihn mit Gottes Hilfe von der Stelle rücken würden, und das ist schließlich nicht wenig. Das ist immerhin mehr, als jenes ‚très peu‘[281] eines, der gleichfalls Bischof, Erzbischof war ... Allerdings – das ist wahr – unter dem Säbel ... Sie sind natürlich auch Christ?“

„Deines Kreuzes, Herr, werde ich mich nicht schämen,“ sagte Tichon flüsternd, – es war ein sonderbares Flüstern, und er senkte den Kopf noch tiefer. Seine Mundwinkel zuckten nervös.