„Haben Sie sich das selbst ausgedacht?“ fragte er Lisa freundlich und, wie das so seine Art war, fast verschämt.
„Ach, das Ausdenken war kein Kunststück, dafür aber ist das der Plan um so mehr,“ erwiderte Lisa lächelnd. „Ich verstehe wenig davon und bin nicht sehr klug, ich verfolge nur das, was mir selbst klar ist ...“
„Sie verfolgen?“
„Das ist wohl nicht das richtige Wort?“ forschte Lisa schnell und wißbegierig.
„Nein, doch ... man kann es sagen. Ich fragte nicht deswegen.“
„Ich habe mir schon im Auslande gesagt, daß auch ich der allgemeinen Sache irgendwie nützlich sein könnte. Ich besitze mein eigenes Geld, und es liegt tot da. Warum soll ich nicht gleichfalls arbeiten? Und zudem kam mir jene Idee ganz von selbst, ich habe mich gar nicht angestrengt oder sie mir ausgedacht –, der Gedanke war auf einmal da, und da freute ich mich sehr. Ich sah nur gleich ein, daß es ohne einen Mitarbeiter nicht gehen würde, da ich allein doch nichts verstehe. Der Mitarbeiter soll natürlich auch gleich der Mitherausgeber sein. Wir machen es dann zur Hälfte: von Ihnen kommt der Plan und die Arbeit, von mir die Idee und die Mittel zur Herausgabe. Das Buch wird sich doch bezahlt machen!“
„Wenn wir den richtigen Plan finden, wird das Buch schon gehen.“
„Ich muß nur vorausschicken, daß ich es nicht wegen des möglichen Überschusses tue, aber ich möchte doch sehr, daß es viel gekauft wird, und auf einen Überschuß wäre ich natürlich furchtbar stolz.“
„Aber was soll ich denn dabei?“
„Aber ich bitte doch gerade Sie, dieser Mitarbeiter zu sein ... Wir teilen dann. Sie werden doch den Plan ausdenken.“