III.
Diesen dummen Zwischenfall mit dem erbärmlichen ‚Leutnant‘ will ich nicht unerwähnt lassen, da ich mir Werssiloff heute nicht anders vorstellen kann, als mit allen geringfügigsten Einzelheiten jener für mich so verhängnisvollen Stunde. Ja, der ‚verhängnisvollen‘, ich aber ahnte das nicht einmal!
„Wenn Sie, mein Herr, uns nicht sofort aus dem Wege gehen, so werde ich die Polizei rufen,“ sagte Werssiloff plötzlich empört und mit lauter Stimme, indem er vor dem „Leutnant“ stehen blieb. Ich hätte niemals gedacht, daß dieser Philosoph so in Zorn geraten könnte, und das noch aus einem so geringen Anlaß. Doch darf man nicht vergessen, daß unser Gespräch an einer Stelle unterbrochen wurde, die sein ganzes Interesse erregte, was er noch selbst verraten hatte.
„So haben Sie wirklich nicht einmal ’nen Fünfer bei sich?“ gröhlte grob der „Leutnant“. „Heutzutage hat ja wahrhaftig keine Kanaille mehr ’nen Fünfer in der Tasche! Knoten! Gauner! Selber im Biberpelz, aber aus einem lump’gen Fünfer wird eine Staatsfrage gemacht!“
„Schutzmann!“ rief Werssiloff.
Er brauchte nicht einmal laut zu rufen: in nächster Nähe an der Straßenecke stand ein Schutzmann, der das Geschimpf des „Leutnants“ gehört hatte.
„Ich ersuche Sie, Zeuge dieses Vorfalles zu sein, und Sie ersuche ich, sich auf die Polizeiwache begeben zu wollen,“ sagte Werssiloff.
„Äh, zum ... Na, mir soll’s egal sein, beweisen können Sie ja doch nichts! Vor allem keinen eigenen Verstand!“
„Lassen Sie ihn nicht laufen, Schutzmann, und begleiten Sie uns,“ sagte Werssiloff herrisch.
„Was, wollen Sie denn wirklich auf die Wache? Ach, zum Teufel mit ihm, mit diesem ganzen Kerl!“ flüsterte ich ihm zu.