„Wenn Sie mit Klatschgeschichten hergekommen sind,“ schrie ich plötzlich, da ich nicht mehr an mich halten konnte, „so lassen Sie sich gesagt sein, daß ich mit alledem nichts mehr zu tun haben will, ich habe beschlossen, alles im Stich zu lassen ... alles und alle, mir ist’s egal, – ich gehe weg! ...“
Ich besann mich plötzlich und hielt inne. Es schien mir erniedrigend, daß ich ihr gewissermaßen meine neuen Pläne mitteilte. Sie aber zeigte weder Erstaunen noch Erregung, und es folgte wieder Schweigen. Plötzlich stand sie auf, ging zur Tür und sah ins Nebenzimmer. Als sie sich überzeugt hatte, daß dort niemand war, kehrte sie ganz ruhig zurück und setzte sich auf ihren früheren Platz.
„Das haben Sie gut gemacht!“ sagte ich plötzlich lachend.
„Werden Sie Ihre Wohnung bei dem Beamten behalten?“ fragte sie auf einmal, wobei sie sich ein wenig zu mir vorbeugte und die Stimme senkte, ganz als wäre das die wichtigste Frage, und als wäre sie nur zu dem Zweck zu mir gekommen, um darüber etwas zu erfahren.
„Meine Wohnung? Ich weiß nicht. Vielleicht gebe ich sie auch auf ... Wie soll ich das wissen?“
„Ihre Wirtsleute erwarten Sie sehr; jener Beamte ist schon ganz ungeduldig, auch seine Frau. Herr Werssiloff hat ihnen versichert, Sie würden bestimmt zu ihnen zurückkehren.“
„Ja, aber weshalb interessieren Sie sich denn dafür?“
„Anna Andrejewna wollte das gern wissen; sie waren sehr zufrieden, als sie erfuhren, daß Sie dort bleiben.“
„Aber woher weiß sie denn, daß ich in der Wohnung bleibe?“
Ich wollte noch hinzufügen: „Und was geht das Anna Andrejewna an?“ – bezwang mich aber und unterließ die Frage aus Stolz, da ich sie nicht ausfragen wollte!