„Auch Herr Lambert haben dasselbe bestätigt.“
„Wa–a–as?“
„Ja, Herr Lambert haben auch Andrei Petrowitsch bestätigt, Sie würden bestimmt dort bleiben, und auch Anna Andrejewna haben sie dessen versichert.“
Ich war starr vor Schreck. Was hatte das nun wieder zu bedeuten! Lambert kennt bereits Werssiloff, Lambert war schon bis zu Werssiloff vorgedrungen, – Lambert und Anna Andrejewna, er war bis zu Anna Andrejewna vorgedrungen! Mir wurde ganz heiß, aber ich schwieg. Eine Flut von Stolz erfüllte mich plötzlich ganz, von Stolz, oder ich weiß nicht von was. Aber ich sagte mir in dem Augenblick: „Wenn ich jetzt auch nur ein Wort der Erklärung verlange, so verwickle ich mich wieder in diese Welt und werde mich nie mehr aus ihr herausreißen können.“ Haß entbrannte in meinem Herzen. Ich nahm mich mit aller Gewalt zusammen und beschloß zu schweigen; ich lag unbeweglich. Sie schwieg gleichfalls, das Schweigen dauerte schon minutenlang.
„Was macht der alte Fürst Nikolai Iwanowitsch?“ fragte ich auf einmal, als hätte ich jede Überlegung verloren. Das heißt, ich fragte ja nur, um auf ein anderes Thema zu kommen, dabei stellte ich aber aus Versehen die allerwichtigste Frage, und so kehrte ich wie ein Wahnsinniger wieder in jene Welt zurück, aus der zu fliehen ich noch vor einem Augenblick so krampfhaft beschlossen hatte.
„Der alte Fürst sind in Zarskoje Sselo. Der Fürst waren nicht ganz gesund, und in der Stadt herrschen jetzt so viele Krankheiten, Influenza und Fieber; da haben denn alle dem Fürsten geraten, doch nach Zarskoje in ihr eigenes Haus überzusiedeln, wegen der guten Luft.“
Ich antwortete nichts.
„Anna Andrejewna und die Generalin besuchen den Fürsten alle drei Tage einmal, sie fahren dann auch zusammen hin.“
Anna Andrejewna und die „Generalin“ (das heißt „sie“) – waren Freundinnen! Sie fuhren zusammen zum alten Fürsten! – Ich schwieg.
„Sie sind jetzt beide so befreundet, und Anna Andrejewna äußern sich dermaßen freundlich über Katerina Nikolajewna ...“