„Nein, erlauben Sie, das kommt später. Ich habe Sie hauptsächlich deshalb zu mir gebeten, um Ihnen alles über die Trauung mitzuteilen. Die Trauung, wissen Sie, wird hier in der Kirche stattfinden, ich habe alles schon besprochen. Die Erlaubnis ist auch schon erteilt, und man redet mir sogar zu ... Was Lisa betrifft, so ...“

„Fürst, haben Sie doch Erbarmen mit Lisa,“ rief ich – „quälen Sie sie doch nicht so mit Ihrer unsinnigen Eifersucht, wenigstens nicht jetzt!“

„Was!“ schrie er auf und sah mich mit hervorquellenden Augen unbeweglich an, und sein ganzes Gesicht verzerrte sich zu einem breiten, sinnlos fragenden Lächeln. Ersichtlich hatte das Wort „Eifersucht“ einen schrecklichen Eindruck auf ihn gemacht.

„Verzeihen Sie, Fürst, das ist mir nur so entschlüpft. Oh, Fürst, ich habe in der letzten Zeit einen alten Mann kennen gelernt, meinen namentlichen Vater ... Oh, wenn Sie mit ihm sprechen könnten, Sie würden bestimmt ruhiger werden ... Auch Lisa schätzt ihn sehr ...“

„Ach ja, Lisa ... ach so, das ist ihr Vater? Oder ... pardon, mon cher,[76] so etwas Ähnliches ... Ich weiß ... sie sagte mir ... ein alter Mann ... Ich bin überzeugt davon, überzeugt. Ich habe auch einmal solch einen Alten gekannt ... Mais, passons.[77] Die Hauptsache ist, daß man, um das ganze innere Wesen der gegenwärtigen Lage sich klarzumachen, daß man, wie gesagt ...“

Ich erhob mich, um fortzugehen, denn es schmerzte mich zu sehr, ihn so zu sehen.

„Ich verstehe nicht!“ sagte er streng und mit anmaßender Miene, als er sah, daß ich schon aufbrechen wollte.

„Mir tut es weh, Sie so zu sehen,“ sagte ich.

„Arkadi Makarowitsch, ein Wort, nur noch ein Wort!“ Er ergriff mich plötzlich an den Schultern, aber mit einem ganz anderen Ausdruck im Gesicht und in den Gebärden, und drückte mich wieder auf den Stuhl. „Haben Sie schon gehört von diesen, Sie verstehen schon?“ ... Er beugte sich über mich.

„Ach, ja, Dergatschoff! Das ist sicherlich eine Machenschaft von Stebelkoff!“ rief ich unüberlegt.