„Was, ist er schon wieder ohne Uhr?“ rief Lambert geärgert hinter dem Schirm.

„Aufgefressen!“ knurrte le grand dadais.

„Ich hab’ sie für acht Rubel verkauft: sie war ja nur silbervergoldet – und Sie gaben sie aus als rein goldene Uhr. Solche kosten jetzt neu auch nicht mehr als sechzehn Rubel,“ rechtfertigte sich der Jüngere, tat es jedoch ersichtlich mit großer Unlust.

„Damit muß endlich einmal ein Ende gemacht werden!“ fuhr Lambert geärgert fort. „Ich kaufe Ihnen, mein junger Freund, nicht zu dem Zweck Kleider und schöne Sachen, damit Sie sie Ihrem langen Freunde in den Rachen werfen. Was für eine Krawatte haben Sie ihm da schon wieder gekauft?“

„Die kostet nur einen Rubel, und der war nicht von Ihrem Geld. Er hatte überhaupt keine Krawatte mehr! Einen Hut muß man ihm auch noch kaufen!“

„Unsinn!“ schrie Lambert, jetzt schon wirklich wütend.

„Ich habe ihm genug gegeben, auch für einen Hut, er aber hat sofort Austern und Champagner bestellt. Dabei stinkt er und ist ein Schmutzfink; man kann sich ja nirgendwo mit ihm sehen lassen. Wie soll ich ihn jetzt ins Restaurant mitnehmen?“

„Mit ’ner Droschke,“ knurrte der dadais. „Nous avons un rouble d’argent que nous avons prêté chez notre nouvel ami.“[96]

„Gib ihnen nichts, Arkadi!“ schrie Lambert wieder.

„Erlauben Sie, Lambert; ich verlange von Ihnen sofort zehn Rubel,“ forderte plötzlich der Jüngere so wütend, daß er ganz rot im Gesicht wurde, was ihn noch hübscher machte. „Und wagen Sie es nicht noch einmal, solche Dummheiten zu sagen, wie jetzt zu Dolgoruki. Ich verlange von Ihnen zehn Rubel, um Dolgoruki den einen Rubel sogleich zurückgeben zu können, von dem übrigen Gelde aber kaufe ich sofort einen Hut für Andrejeff – das werden Sie sehen.“