„Mademoiselle Alphonsine, voulez-vous me baiser?“[88] äffte der Lange.

„Mademoiselle Alphonsine,“ begann auch der Jüngere und näherte sich ihr, indem er ihr die Krawatte hinhielt, aber sie fuhr wütend auf die beiden los.

„Ah, le petit vilain!“ schrie sie den Jüngeren an, „ne m’approchez pas, ne me salissez pas, et vous, le grand dadais, je vous flanque à la porte tous les deux, savez-vous cela!“[89]

Doch der Jüngere ließ sich nicht abschrecken, obgleich sie sich mit solcher Verachtung und solchem Ekel von ihm abwandte, als hätte sie wirklich gefürchtet, sich an ihm zu beschmutzen (was ich gar nicht verstehen konnte, denn er sah so nett aus und war – was ich sah, als er den Pelz ablegte – so gut angezogen!) und bat sie trotzdem unentwegt, seinem langen Kameraden die Krawatte zu binden und ihm vorher einen reinen Kragen von Lambert umzulegen. Sie aber geriet über dieses Ansinnen dermaßen in Wut, daß sie ihn womöglich geschlagen haben würde, wenn Lambert, der hinter dem Wandschirm die Bitte gehört hatte, ihr nicht zugerufen hätte, sie möge sie nicht aufhalten und tun, was sie verlangten. „Sonst gehen sie überhaupt nicht mehr weg,“ fügte er hinzu. Da nahm Alphonsinka sofort einen Kragen und band dem Langen die Krawatte um, und tat es sogar ohne jede Spur von Widerstreben. Der Lange aber reckte genau wie vorhin auf der Treppe seinen Hals aus, während sie ihm die Krawatte band.

„Mademoiselle Alphonsine, avez-vous vendu votre bologne?“[90] fragte er.

„Qu’est-ce que ça, ma bologne?“[91]

Der Jüngere erklärte, daß sein Freund mit „bologne“ ihr Bologneserhündchen meine.

„Tiens, quel est ce baragouin?“[92]

„Je parle comme une dame russe sur les eaux minérales,“[93] spottete le grand dadais[94] wieder in steifem Französisch, während er immer noch mit vorgestrecktem Halse stand.

„Qu’est-ce que ça, qu’une dame russe ‚sur les eaux minérales‘? Et ... mais où est donc votre jolie montre que Lambert vous a donnée?“[95] wandte sie sich plötzlich an den Jüngeren.