„Dites donc, voulez-vous que je vous casse la tête, mon ami!“[84] schrie er den Langen an.
„Mon ami, voilà Dolgorowky, l’autre mon ami,“[85] sprach ernst und feierlich der Lange und sah dem vor Zorn puterroten Lambert starr in die Augen. Als dieser mich erblickte, veränderte sich sein Gesicht im Handumdrehen.
„Ach du bist es, Arkadi! Endlich doch! So bist du jetzt gesund, endlich wieder gesund?“
Er ergriff meine beiden Hände und schüttelte sie kräftig; kurz, er war so aufrichtig erfreut, daß ich mich für den Augenblick sehr angenehm berührt fühlte und ihn beinahe lieb gewann.
„Mein erster Weg führt mich zu dir!“
„Alphonsine!“ rief Lambert. Sie sprang im Augenblick hinter dem Schirm hervor.
„Le voilà!“
„C’est lui!“[86] rief Alphonsinka und schlug die Hände zusammen und breitete sie wieder aus und wollte sich schon auf mich stürzen, um mich zu umarmen, aber Lambert schützte mich davor.
„Nonono! tout beau!“[87] rief er ihr drohend zu, wie einem Hündchen. „Du, Arkadi, sieh mal, ich habe mich heute verabredet, mit ein paar Bekannten im tatarischen Restaurant zu Mittag zu speisen. Ich lasse dich jetzt nicht los, du mußt mit mir hinfahren. Wir speisen zusammen; die anderen werde ich mir schon vom Halse schaffen – und dann sprechen wir uns aus. Komm nur herein, komm! Wir werden gleich aufbrechen, nur einen Augenblick mußt du warten.“
Ich trat ein, sah mich im Zimmer um, und versuchte, mir das Erlebte von damals zu vergegenwärtigen. Lambert kleidete sich schnell hinter dem Wandschirm um. Der Lange und sein Kamerad waren uns gefolgt, trotz der Worte, mit denen Lambert sie empfangen hatte. Wir blieben alle stehen.