„Red’ keinen Unsinn, du bist ja schon betrunken. Wenn du jetzt noch etwas trinkst, wirst du nur lustiger werden. Nimm dein Glas, so nimm’s doch!“
„Was heißt das: ‚so nimm’s doch‘? Ich gehe einfach fort und damit Schluß!“
Und damit stand ich auf. Er wurde schrecklich wütend.
„Dir hat Trischatoff von mir was ins Ohr gesetzt! Ich hab’ doch gesehen, wie ihr dort zusammen getuschelt habt. Du bist ein Dummkopf. Alphonsina ekelt sich, wenn er ihr nur in die Nähe kommt ... Er ist gemein. Ich werde dir noch erzählen, was er für einer ist ...“
„Das hast du mir schon gesagt. Bei dir ist jedes dritte Wort Alphonsina; du bist entsetzlich beschränkt.“
„Beschränkt?“ Er verstand mich nicht. „Sie sind jetzt zum Pockennarbigen übergegangen. Das ist es! Darum habe ich sie davongejagt. Sie sind ehrlose Buben. Dieser Pockennarbige ist ein Erzschuft und wird sie noch ganz anders verderben! Ich aber habe von ihnen immer verlangt, daß sie sich anständig aufführen.“
Ich setzte mich wieder, griff ganz mechanisch nach dem Glas und trank einen Schluck.
„Ich stehe an Bildung hoch über dir,“ sagte ich.
Er aber war selig, daß ich mich wieder gesetzt hatte, und füllte sogleich mein Glas bis zum Rande nach.
„Du scheinst sie ja sehr zu fürchten?“ fuhr ich fort, ihn zu kränken (und sicherlich war ich in diesem Augenblick viel widerlicher als er). „Andrejeff schlug dir den Hut vom Kopf, und dafür hast du ihm fünfundzwanzig Rubel gegeben.“