„Ich versichere es Ihnen!“
„Ach, mein Gott! Ach, mir wird ganz übel, wenn ich daran denke!“ rief sie und lief im Zimmer herum. „Und sie können ja mit ihm alles machen, was sie nur wollen! Ach, daß der Blitz nicht einschlägt in diese Dummköpfe! Und schon seit heute früh, sagst du? Da seht doch mal die Anna Andrejewna! Da seht ihr jetzt die Nonne! Und diese da, die Principessa, die ahnt ja wieder mal noch nichts!“
„Was für eine Principessa?“
„Na, die Königin der Erde, das sogenannte Ideal! Aber was sollen wir jetzt tun?“
„Tatjana Pawlowna, hören Sie!“ rief ich, endlich wieder bei Besinnung. „Wir reden hier Dummheiten und vergessen darüber die Hauptsache: ich bin ja gekommen, um Katerina Nikolajewna zu holen, und die warten dort alle darauf, daß ich zurückkehre!“
Und hierauf erklärte ich, daß ich ihr das Dokument nur unter einer Bedingung ausliefern würde: wofern sie mir verspräche, sich mit Anna Andrejewna zu versöhnen und zu dieser Heirat ihre Zustimmung zu geben.
„Vorzüglich!“ unterbrach mich Tatjana Pawlowna. „Das hab’ ich ihr ja auch schon hundertmal gesagt! Er wird ja doch noch vor der Hochzeit sterben – also wird es sowieso nicht zur Heirat kommen, und wenn er ihr im Testament Geld hinterlassen will, der Anna, so hat er’s ihr doch schon ohnedem verschrieben ...“
„Ist es denn Katerina Nikolajewna wirklich nur ums Geld zu tun?“
„Nein, das nicht, aber sie fürchtete immer, das Dokument sei in Annas Händen, und ich fürchtete das auch! Deswegen haben wir doch auf sie aufgepaßt. Als gute Tochter wollte sie ihrem alten Vater nicht diesen Schmerz bereiten. Dem Bjoring aber, dem deutschen Nußknacker, dem war es natürlich um das Geld zu tun.“
„Und trotzdem bringt sie es über sich, diesen Bjoring zu heiraten?“