„Ich sage das deshalb, weil ich selbst nur selten höflich zu sein verstehe, obgleich ich es gern verstehen wollte ... Übrigens, vielleicht ist es sogar besser, daß die Menschen einen kränken; wenigstens befreien sie einen auf die Weise von dem Unglück, sie lieben zu müssen.“
„Welche Stunde des Tages lieben Sie am meisten?“ fragte er plötzlich, offenbar ohne mich gehört zu haben.
„Welche Stunde? Ich weiß nicht. Den Sonnenuntergang liebe ich nicht.“
„So?“ Er sagte das mit einem ganz eigentümlichen Interesse, versank aber sogleich wieder in Gedanken.
„Sie wollen wieder verreisen?“
„Ja ... ich verreise.“
„Bald?“
„Ja, bald.“
„Ist denn wirklich zu einer Reise nach Wilna ein Revolver nötig?“ fragte ich ohne den geringsten Hintergedanken, eigentlich sogar ohne überhaupt etwas zu denken. Ich fragte einfach so, weil mein Blick auf den Revolver fiel, und ich nicht recht wußte, wovon ich sprechen sollte.
Er blickte sich um und sah den Revolver unverwandt an.