„Nein, den pflege ich nur so, aus Gewohnheit ...“

„Wenn ich einen Revolver besäße, so würde ich ihn irgendwo hinter Schloß und Riegel verbergen. Wissen Sie, es steckt doch, bei Gott, eine Versuchung in dem Ding! Ich selbst glaube vielleicht nicht einmal an die Selbstmordepidemie, aber wenn einem so ein Ding immer in die Augen funkelt – wahrhaftig, es gibt Minuten, wo es tatsächlich verführen könnte.“

„Sprechen Sie nicht davon,“ sagte er und stand plötzlich auf.

„Ich rede ja nicht von mir,“ fügte ich hinzu, mich gleichfalls erhebend, „ich würde das Ding nie gebrauchen. Mir könnten Sie meinetwegen ganze drei Menschenleben geben – auch die wären für mich noch zu wenig.“

„Leben Sie!“ kam es plötzlich gleichsam impulsiv über seine Lippen.

Er lächelte zerstreut und – sonderbar – er ging geradeswegs ins Vorzimmer zur Eingangstür, mich auf diese Weise einfach hinausführend, doch tat er das, versteht sich, ohne sich dessen bewußt zu sein.

„Ich wünsche Ihnen vollen Erfolg, Krafft,“ sagte ich zum Abschied, auf die Treppe hinaustretend.

„Soll mir recht sein,“ antwortete er mit fester Stimme.

„Auf Wiedersehen!“

„Auch das soll mir recht sein!“