„Warum das?“
„Ich sehe darin zwar nichts Erniedrigendes, aber wir stehen keineswegs in solchem Einvernehmen, im Gegenteil, sogar ganz im Gegenteil, und ich werde in den nächsten Tagen, werde schon morgen nicht mehr zum Fürsten gehen, weil ich da nichts zu tun habe, und von einer Tätigkeit bei ihm überhaupt nicht die Rede sein kann.“
„Aber daß du hingehst, daß du bei ihm sitzt – das soll ja eben deine ganze Tätigkeit bei ihm sein.“
„Diese Auslegung ist erniedrigend.“
„Das sehe ich nicht ein; doch übrigens, wenn du so empfindlich dafür bist, dann brauchst du ja bloß kein Gehalt von ihm anzunehmen; gehe nur so hin. Du würdest ihn sonst furchtbar kränken, er hängt bereits an dir, sei überzeugt ... Übrigens, wie du willst ...“
Es war ihm offenbar unangenehm.
„Sie sagen, ich brauchte kein Gehalt von ihm anzunehmen, und dabei habe ich, dank Ihrer Güte, heute schon eine Gemeinheit begangen: Sie haben mir nichts gesagt, und da habe ich heute mein Monatsgehalt verlangt.“
„So hast du schon deine Vorkehrungen getroffen. Und ich dachte, offen gestanden, du würdest es nicht fertig bringen, um Geld zu bitten. Wie geschickt jetzt alle sind! Heutzutage gibt es keine Jugend mehr, Tatjana Pawlowna.“
Er ärgerte sich fürchterlich; aber auch ich war wütend.
„Ich mußte doch endlich hier mit Ihnen abrechnen ... Sie selbst haben mich dazu gezwungen, – jetzt weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll ...“