„Apropos, Ssofja, gib Arkadi sofort seine sechzig Rubel zurück; du aber, mein Freund, nimm mir die Eile der Abrechnung nicht übel. Ich errate schon aus deinem Gesicht, daß du etwas zu unternehmen beabsichtigst, und so benötigst du wohl ... eines Betriebskapitals ... oder – etwas von der Art.“

„Ich weiß nicht, was aus meinem Gesicht zu erraten ist, aber ich hätte es von Mama wirklich nicht erwartet, daß sie Ihnen von diesem Gelde erzählen würde, da ich sie doch so gebeten habe, es nicht zu tun,“ sagte ich, und sah meine Mutter mit funkelnden Augen an. Ich kann gar nicht sagen, wie gekränkt ich war.

„Arkascha, Täubchen, verzeih’ mir um Gotteswillen, ich konnte wirklich nicht anders, ich konnte es nicht verheimlichen ...“

„Mein Freund, beschwere dich nicht darüber, daß sie mir deine Geheimnisse mitgeteilt hat,“ wandte er sich an mich, „und zudem hat sie es nur mit guter Absicht getan, – einfach, die Mutter war stolz auf das Verhalten des Sohnes zu ihr. Aber sei versichert, ich hatte es auch ohnedem erraten, daß du ein Kapitalist bist. Alle deine Geheimnisse sind auf deinem ehrlichen Gesicht geschrieben. Er hat seine ‚eigene Idee‘, Tatjana Pawlowna, wie ich Ihnen schon sagte.“

„Lassen wir mein ehrliches Gesicht in Ruh,“ fuhr ich fort zu zetern, „ich weiß, Sie können die Menschen durchschauen, was jedoch nicht hindert, daß Sie in manchen Fällen nicht weiter sehen, als die eigene Nase reicht. Übrigens habe ich mich oft gewundert über Ihren Scharfsinn. Nun ja, ich habe eine ‚eigene Idee‘. Daß Sie sich gerade so ausdrückten, war natürlich nur ein Zufall, aber ich fürchte mich nicht, das einzugestehen: ja, ich habe eine ‚Idee‘. Ich fürchte mich nicht und schäme mich nicht.“

„Vor allem, schäme dich nicht.“

„Aber trotzdem werde ich sie Ihnen niemals mitteilen.“

„Das heißt, wirst dich nicht dazu herablassen. Nicht nötig, mein Freund, mir ist auch so schon das Wesentliche deiner Idee bekannt. Jedenfalls ist es das:

‚Einsam zieh’ ich mich zurück

In die Wüste ...‘