„Das wäre natürlich allerliebst, wenn es nur auch wirklich lustig wird,“ bemerkte er und sah mich forschend mit durchdringendem Blick an. „Du bist ein wenig grob geworden, mein Freund, dort, wo du aufgewachsen bist, doch bist du immerhin noch ziemlich anständig. Er ist heute sehr nett, Tatjana Pawlowna, und von Ihnen ist es sehr vernünftig, daß Sie endlich mein Paket aufmachen.“
Aber Tatjana Pawlowna machte ein finsteres Gesicht; nach seinen Worten wandte sie sich nicht einmal nach ihm um und fuhr wortlos in ihrer Beschäftigung fort, die von ihm mitgebrachten Früchte und Süßigkeiten auf die ihr gereichten Teller zu legen. Meine Mutter saß gleichfalls mit unsicheren Gefühlen da, ohne etwas verstehen zu können, aber sie fühlte und ahnte, daß es zwischen uns nicht gut enden werde. Meine Schwester berührte mich noch einmal am Arm.
III.
„Ich will euch allen nur erzählen,“ begann ich, anscheinend mit der größten Harmlosigkeit, „wie einmal ein Vater zum erstenmal mit seinem lieben Sohn zusammentraf; geschehen ist das eben dort, ‚wo du aufgewachsen bist‘ ...“
„Mein Freund, wird das nicht ... langweilig? Du weißt: tous les genres ...“[23]
„Seien Sie unbesorgt, Andrei Petrowitsch, machen Sie ein heiteres Gesicht, ich beabsichtige durchaus nicht das, was Sie vermuten. Ich will ja nur, daß alle lachen.“
„So möge Gott dich hören, mein Lieber. Ich weiß, daß du uns alle liebst und ... uns nicht den Abend wirst verderben wollen,“ sagte er, aber der Ton war nicht echt, und er sprach es undeutlich und nachlässig aus.
„Das haben Sie wohl auch wieder aus meinem Gesicht erraten, daß ich Sie liebe?“
„Ja, zum Teil auch aus dem Gesicht.“
„Nun, ich aber habe aus Tatjana Pawlownas Gesicht schon längst erraten, daß sie in mich verliebt ist. Ach, sehen Sie mich nicht so wild an, Tatjana Pawlowna, lachen Sie lieber! Lachen wir!“