„Was?“
„Das Geld.“
„Nein, das nicht, aber ... aber mir scheint, zuerst muß man eine Idee haben, dann erst kann man sich um Geld kümmern.“
„Das heißt, erlauben Sie! Nehmen wir einen Menschen, der, sagen wir, ein gewisses eigenes Kapital hat ...“
„Zuerst eine höhere Idee, dann das Geld; ohne höhere Idee wird die Gesellschaft mit ihrem Geld zugrunde gehen.“
Ich begreife nicht, weshalb ich mich zu ereifern begann. Er sah mich ein wenig stumpf an, als könne er sich nicht zurechtfinden, aber auf einmal verbreiterte sich sein ganzes Gesicht zu einem überaus heiteren und schlauen Lächeln.
„Aber Werssiloff, was? Der hat’s doch gekriegt, hat’s gekriegt! Gestern, das Urteil, was?“
Da sah ich plötzlich zu meiner größten Überraschung, daß er schon längst wußte, wer ich war, und vielleicht sogar noch sehr viel mehr wußte. Ich begreife nur nicht, warum ich plötzlich errötete und ihn dumm ansah, ohne den Blick von ihm abzuwenden. Er triumphierte ersichtlich und sah mich heiter an, ganz, als hätte er mich auf eine überschlaue Weise gefangen und überführt.
„Nein,“ sagte er und zog beide Augenbrauen in die Höhe, „mich müssen Sie nach Herrn Werssiloff fragen, mich! Was habe ich Ihnen soeben in betreff der Gediegenheit gesagt? Vor anderthalb Jahren hätte er dank diesem Kinde ein brillantes Geschäft machen können – tja, aber er verspielte die Sache, das war’s!“
„Dank welch einem Kinde?“