„Verzeihung, nur mit Mühe.“

„Vortrefflich; so habe ich es mir auch gedacht. Ich ändere jetzt das Thema. Gesetzt, ich bin in einem deutschen Bad, Mineralquellen, Sie verstehen, wie ich sie mehrfach schon besucht habe. Namen – Nebensache. Ich promeniere, trinke, sehe Engländer. Mit einem Engländer ist, Sie wissen, schwer Bekanntschaft zu machen; aber da, ’s vergehen zwei Monate, hab’ meine Kur beendet, da sind wir alle in den Bergen, steigen in Gesellschaft mit eisenbeschlagenen Stöcken auf einen Berg hinauf, auf diesen oder jenen, – Name Nebensache. An der Biegung, das heißt, an einer Etappe, und zwar gerade dort, wo die Mönche den Chartreux brauen – merken Sie sich das – treffe ich einen Einheimischen, der einsam steht und schweigend schaut. Ich will über seine Gediegenheit zu einem Schluß kommen: was meinen Sie, könnte ich mich zu dem Zweck an die Engländerschar wenden, mit der ich gehe, einzig aus dem Grunde, weil ich im Kurort sie nicht anzureden verstanden habe?“

„Wie soll ich das wissen. Entschuldigen Sie, es fällt mir sehr schwer, Ihnen zu folgen.“

„Schwer?“

„Ja, Sie ermüden mich.“

„Hm.“ Er zwinkerte mir zu und machte mit der Hand eine Bewegung, die wahrscheinlich Triumph und Sieg bedeuten sollte; darauf zog er äußerst ehrbar und ruhig eine Zeitung, die er offenbar soeben erst gekauft hatte, aus der Tasche, entfaltete sie und begann auf der letzten Seite zu lesen, allem Anscheine nach mit der Absicht, mich vollkommen in Ruh zu lassen. Vielleicht fünf Minuten lang sah er mich nicht an.

„Die Brestograjewschen sind doch nicht gefallen! Sie sind doch gestiegen, sie steigen noch! Kenne viele, die gleichzeitig gefallen sind.“

Er sah mich mit ganzer Seele an.

„Ich verstehe vorläufig noch sehr wenig von der Börse,“ versetzte ich.

„Verdammen es?“