„Ach, Lise, das ist doch herrlich,“ rief Aljoscha freudig aus. „Ich war ja auch vollkommen überzeugt, daß Sie ihn im Ernst geschrieben haben.“

„Überzeugt! – das ist doch wirklich!! ...“ Und sie schob plötzlich seine Hand zurück, übrigens ohne sie dabei loszulassen; sie errötete und lachte ein kleines, glückliches Lachen. „Ich küsse ihm die Hand, und er sagt dazu: ‚Das ist doch herrlich‘!“

Doch ihr Vorwurf war etwas ungerecht, denn Aljoscha war nicht weniger verwirrt und erregt als sie.

„Ich würde Ihnen gern immer gefallen, Lise, aber ich weiß nicht, wie ich das machen soll,“ stotterte er so gut es ging, und errötete gleichfalls.

„Aljoscha, Liebling, Sie sind kalt und beleidigend. Man denke doch nur: Er geruht, mich zu seiner Gattin zu erwählen, und dabei beruhigt er sich auch! Er ist bereits überzeugt, daß ich ihm im Ernst geschrieben habe, – wie finden Sie das! Aber das ist doch eine erklärte Frechheit – sehen Sie denn das nicht ein?“

„Aber ist denn das schlecht, daß ich davon überzeugt war?“ fragte Aljoscha wieder lachend.

„Ach, Aljoscha, im Gegenteil, ganz furchtbar gut ist das,“ sagte Lise, die zärtlich und glücklich zu ihm aufblickte.

Aljoscha stand immer noch vor ihr, seine Hand in ihrer Hand. Plötzlich beugte er sich nieder und drückte einen Kuß gerade auf ihre Lippen.

„Was ... Was fällt Ihnen ein?“ rief Lise erschrocken.

Aljoscha verlor seine letzte Fassung.