Darauf begann das Waschen. Perchotin hielt die Kanne und goß das Wasser über. Mitjä beeilte sich und seifte daher die Hände nur wenig ein. (Seine Hände zitterten, wie Perchotin sich später erinnerte.) Da befahl ihm Perchotin sofort, die Hände besser einzuseifen und stärker zu reiben. Er war Mitjä bereits überlegen und wurde es mit jeder Minute mehr. Bei der Gelegenheit will ich noch bemerken, daß der junge Mann von Charakter nichts weniger als schüchtern war.

„Da, unter den Nägeln haben Sie das Blut noch nicht genügend abgerieben; so, jetzt waschen Sie sich das Gesicht, hier, höher, noch höher: bei der Schläfe, beim Ohr ... Und Sie wollen in diesem Hemde fahren? Wohin fahren Sie denn? Sehen Sie doch, die ganze Manschette des rechten Ärmels ist mit Blut – ...“

„Ja, mit Blut,“ bemerkte Mitjä, der die Hand hob, um den Hemdärmelaufschlag zu betrachten.

„So wechseln Sie die Wäsche.“

„Keine Zeit. Ich, sehen Sie, ich werde ...“ fuhr Mitjä, der sich schon Gesicht und Hände getrocknet hatte und sich wieder den Rock anzog, mit derselben Zutraulichkeit fort, „ich werde hier den Hemdärmelrand einfach so umbiegen, man wird es unter dem Rock gar nicht sehen ... So, sehen Sie, nicht wahr?“

„Jetzt sagen Sie, wo Sie sich so zugerichtet haben? Haben Sie sich mit jemandem geprügelt? Im Gasthaus vielleicht? Etwa wieder mit dem Hauptmann, wie damals? Sie haben ihn wohl wieder am Bart gezogen?“ fragte Perchotin vorwurfsvoll. „Oder wen haben Sie sonst noch geprügelt ... oder am Ende gar totgeschlagen?“

„Unsinn!“ sagte Mitjä.

„Wieso Unsinn?“

„Ach, das ist doch ganz überflüssig,“ sagte Mitjä plötzlich lächelnd. „Ich habe soeben eine Alte auf dem großen Platze erdrückt.“

„Erdrückt? Eine Alte?“