„Zu Plotnikoff! Das ist großartig!“ rief Mitjä begeistert, als hätte ihn mit einem Male ein großer Gedanke erleuchtet. „Mischa,“ wandte er sich zum eingetretenen Jungen, „lauf zu Plotnikoff und sage, daß Dmitrij Karamasoff sofort hinkommen wird ... Doch hör, hör, daß sie Champagner, sagen wir drei Dutzend Flaschen einpacken, wie damals, als ich nach Mokroje fuhr ... Ich nahm damals vier Dutzend mit“ (damit wandte er sich plötzlich zu Perchotin), „sie wissen schon, hab keine Bange, Mischa, aber hör: daß sie den Käse nicht vergessen, die Straßburger Pasteten, geräucherte Forellen, Schinken und Kaviar, kurz und gut, alles, was sie da haben, so ungefähr für hundert, hundertzwanzig Rubel wie damals ... Aber hör noch: daß sie auch die Süßigkeiten nicht vergessen, Birnen, Wassermelonen, etwa zwei oder drei oder vier, halt, nein, von Wassermelonen genügt eine, dafür aber viel Schokolade, Karamellen, Ziehbonbon – kurz, alles, was ich auch damals nach Mokroje mitnahm, mit dem Champagner zusammen für dreihundert Rubel ... Nun, und auch jetzt soll es genau so viel sein. Aber vergiß nichts, Mischa, wenn du nur Mischa ... Er heißt doch Mischa, nicht wahr?“ unterbrach er sich, zu Perchotin gewandt.

„Warten Sie doch,“ unterbrach ihn Perchotin, der ihn unmutig angehört und beobachtet hatte, „bestellen Sie das lieber selbst, wenn Sie hinkommen, der Junge wird doch nur alles verwechseln.“

„Verwechseln, ja, das sehe ich, er wird alles verwechseln. Ach, Mischa, ich wollte dich fast abküssen für den kleinen Dienst ... Wenn du es nicht verwechselst, gebe ich dir zehn Rubel, spring aber schnell hinüber ... Champagner ist die Hauptsache, daß sie den Champagner einpacken und Kognak und Portwein und Rheinwein, kurz, alles wie es damals war ... Sie wissen schon, wie es damals war!“

„Aber so hören Sie doch auf!“ unterbrach ihn Perchotin ungeduldig. „Lassen Sie doch den Jungen endlich hinlaufen, er kann dort das Geld wechseln und sagen, daß sie noch nicht schließen sollen, und Sie gehen dann selbst hin und bestellen persönlich alles, was Sie wollen ... Geben Sie Ihren Hundertrubelschein, marsch, Mischa, lauf, daß deine Beine fliegen!“

Perchotin wollte, wie es schien, den Jungen absichtlich schnell aus dem Zimmer haben, denn dieser stand mit offenem Munde vor dem Gast und starrte mit weit aufgerissenen Augen auf dessen blutbefleckte Stirn und die blutigen bebenden Hände mit dem Geldpaket und begriff vor Angst und Erstaunen wahrscheinlich kaum die Hälfte von dem, was Mitjä ihm sagte.

„So, jetzt kommen Sie und waschen Sie sich,“ befahl Perchotin kurz. „Legen Sie das Geld auf den Tisch, oder stecken Sie es in die Tasche ... So, nun kommen Sie. Aber ziehen Sie sich doch den Rock aus.“ Und er half ihm, sich seines Rockes zu entledigen, doch plötzlich schrie er auf.

„Was, Donner! Ihr Rock ist ja gleichfalls blutig!“

„Das ... das kommt nicht vom Rock ... Nur ein wenig hier am Ärmel ... und das hier ist, wo das Taschentuch gelegen hat. Es ist aus der Tasche durchgesickert. Ich habe mich bei Fenjä auf das Taschentuch gesetzt, und da ist denn das Blut durchgesickert,“ erklärte Mitjä sofort mit geradezu rührender Vertrauensseligkeit.

Perchotin hörte mit finsterer Stirn zu.

„Das sind ja schöne Geschichten! ... Sie haben wohl eine Prügelei gehabt?“ brummte er.