Er ergriff ihn am Ellenbogen und zog ihn vor den Spiegel. Als Mitjä sein mit Blut besudeltes Gesicht erblickte, fuhr er zusammen und runzelte zornig die Stirn.
„Ach zum Teufel! Das fehlte gerade noch,“ stieß er brummend hervor, legte schnell das Geld aus der rechten Hand in die linke und griff mit der rechten hastig nach dem Taschentuch in der hinteren Rocktasche. Aber das Tuch war ganz blutdurchtränkt: kein einziger weißer Fleck war zu sehen, und es war nicht nur trocken geworden, sondern war buchstäblich hart getrocknet und wollte sich daher nicht auseinanderfalten lassen. Mitjä schleuderte es wütend fort.
„Hol’s der Teufel! Haben Sie nicht irgendeinen Lappen hier ... zum Abwischen?“
„So haben Sie sich nicht verletzt? Aber wo haben Sie sich denn so mit Blut besudelt? Wollen Sie sich nicht lieber waschen, ach, selbstverständlich, kommen Sie, hier ist der Waschtisch.“
„Waschen? Ja, das ist gut ... nur wohin soll ich denn das tun?“ Und er hielt in einer ganz sonderbaren Hilflosigkeit Perchotin die Geldscheine hin und blickte ihn dabei so fragend an, als müßte jener bestimmen, wohin er sein Geld legen sollte.
„Das Geld? Stecken Sie es doch in die Tasche, oder legen Sie es hier auf den Tisch; es wird schon nicht verloren gehn.“
„In die Tasche? Ja, in die Tasche. Das ist gut. ... Nein, sehen Sie mal, das ist doch alles Unsinn!“ sagte er plötzlich laut, gleichsam aus der Zerstreutheit erwachend. „Sehen Sie: wir wollen zuerst diese Sache erledigen, ich meine die Pistolen, Sie geben sie mir zurück, und hier ist Ihr Geld ... denn ich habe sie sehr nötig ... und Zeit – Zeit habe ich keinen Augenblick. –“ Damit nahm er den obersten Hundertrubelschein und hielt ihn Perchotin hin.
„So viel werde ich nicht herauszugeben haben,“ bemerkte der, „haben Sie nicht kleineres Geld?“
„Nein,“ sagte Mitjä, der wieder das Geldpaket betrachtete, aber er schien es selbst nicht genau zu wissen, und so blätterte er mit den Fingern die ersten zwei, drei Scheine zurück. „Nein, es sind nur solche,“ sagte er und blickte Perchotin wieder fragend an.
„Wie sind Sie denn plötzlich so reich geworden?“ fragte jener. „Warten Sie, ich werde den Jungen zu Plotnikoffs schicken, die schließen ihr Geschäft immer etwas später, – dort wird man es noch auswechseln. He, Mischa!“ rief er in das Vorzimmer.