„Nicht gerade, daß ich-ich durchgeprügelt worden wäre, sondern nur so ...“ versuchte Maximoff einzuwenden.
„Wieso nur so? Da heißt es doch entweder oder?“
„Ktura godsina, Pane?“ (Wieviel Uhr ist es?) fragte mit gelangweilter Miene der Pan mit der Pfeife den Pan auf dem Stuhl.
Der zuckte mit den Achseln; sie besaßen beide keine Uhr.
„Was soll das wieder heißen?“ fuhr Gruschenka sofort auf. „Lassen Sie doch wenigstens andere reden! Wenn Sie sich langweilen, so sollen sich die anderen wahrscheinlich mitlangweilen!“ Sie schien absichtlich Streit mit ihnen zu suchen.
Es war das erstemal, daß dies Mitjä flüchtig auffiel. Doch nun antwortete der Pan mit sichtlicher Gereiztheit:
„Pani, iech habbe niechts gesackt dagegen, keine Wort.“
„Ach, schon gut, du aber erzähl weiter,“ rief Gruschenka Maximoff zu. „Warum seid ihr denn alle verstummt?“
„Hier-hierbei ist nichts zu erzählen, denn es-es sind doch nur Dummheiten,“ griff eilfertig Maximoff auf, – sichtlich sehr zu erzählen bereit, doch anstandshalber etwas geziert – „und Gogol hat doch alles nur allegorisch gemeint, und so sind auch alle Familiennamen allegorisch. Nosdreff hieß doch gar nicht Nosdreff, sondern Nossoff, und Kuwschinnikoff ist ganz unkenntlich, denn er hieß Schkwornjeff. Nur Fenardi hieß tatsächlich Fenardi, bloß war er kein Italiener, sondern ein Russe, Petroff hieß er, und Mamsell Fenardi war sehr nett, die Beinchen in Trikot, reizende Beinchen, und das Röckchen war so kurz und ganz mit Pailetten benäht, und sie drehte sich auf der Fußspitze, nur dauerte das nicht vier Stunden, sondern nur vier Minuten ... und sie bestrickte alle ...“
„Aber weswegen gab es denn die Prügel, warum wurdest du denn durchgeprügelt?“ schrie ihn lachend Kalganoff an.