Beim Staatsanwalt und Untersuchungsrichter wurden sogar die Gesichter länger: nicht das hatten sie erwartet.
„Wieso gehörte es Ihnen,“ stotterte Neljudoff, „da Sie doch noch um fünf Uhr desselben Tages nach Ihrer eigenen Aussage ...“
„Ach, zum Teufel mit fünf Uhr desselben Tages und eigene Aussage, nicht darum handelt es sich jetzt! Dieses Geld gehörte mir, mir, das heißt, es war von mir gestohlen ... das heißt also, es war nicht mein Geld, sondern gestohlenes, von mir gestohlenes Geld, und zwar waren es tausendfünfhundert Rubel, die ich die ganze Zeit bei mir hatte ...“
„Aber von wo hatten Sie das Geld denn hergenommen?“
„Vom Halse, meine Herren, hatte ich es hergenommen, hier von diesem Halse ... in ein Stück Zeug eingenäht, hing es an meinem Halse, schon lange, einen Monat lang, ja, so lange habe ich es in Schmach und Schande mit mir herumgetragen.“
„Aber von wem haben Sie es denn ... sich angeeignet?“
„Sie wollten wohl sagen: gestohlen? Sprechen Sie nur das Wort deutlich aus. Denn für mich ist es ebensogut, als hätte ich es gestohlen. Wenn Sie aber wollen, so habe ich es mir – angeeignet. Meiner Meinung nach habe ich es gestohlen. Und gestern abend, da stahl ich es denn auch in der Tat.“
„Gestern abend? Aber Sie sagten doch soeben, Sie hätten das Geld schon vor einem Monat ... erhalten!“
„Ja, aber nicht vom Vater, nicht von meinem Vater, beunruhigen Sie sich nicht, nicht von meinem Vater habe ich es gestohlen, sondern von ihr. Lassen Sie mich alles ruhig erzählen. Unterbrechen Sie mich nicht. Das ist doch schwer ... Sehen Sie: ungefähr vor einem Monat rief, mich Katerina Iwanowna Werchoffzewa zu sich, meine gewesene Braut ... Kennen Sie sie?“
„Wie sollten wir nicht, natürlich.“