„Werdet ihr nicht unartig sein in meiner Abwesenheit? Nicht auf den Schrank klettern und euch die Beine brechen? Nicht Angst bekommen und losweinen, wenn ihr allein seid?“
In den Gesichtern der Kinder drückte sich tiefes Herzeleid aus.
„Ich könnte euch dafür ein nettes Dingelchen zeigen, eine kleine messingne Kanone, aus der man mit wirklichem Pulver schießen kann.“
Die Gesichter der Kinder erhellten sich augenblicklich.
„Zei – eigen Sie uns bitte das Kanonchen,“ bat selig klein Kostjä.
Koljä Krassotkin fuhr mit der Hand in seine Büchertasche, entnahm ihr eine kleine bronzefarbene Kanone und stellte sie auf den Tisch.
„Das glaub ich, zei – ei – eigen Sie! Seht, sie rollt auf Rädern“ – er rollte die Kanone über den Tisch – „und auch schießen kann man aus ihr. Mit Schrot laden und schießen.“
„U – und schießt sie auch tot?“
„Alle schießt sie tot, nur muß man vorher zielen.“
Und Krassotkin erklärte ihnen, wohin man das Pulver schütten, wohin man das Schrotkorn stecken mußte; er zeigte ihnen ein kleines Loch, das sogenannte Zündloch, wo man das Pulver anzündete, und erzählte darauf, daß die Lafette nach dem Schuß zurückweiche. Die Kinder hörten mit runden Augen und fabelhaftem Interesse zu. Am meisten frappierte sie, wie es wohl kam, daß die Lafette nach dem Schuß zurückrollte.