Koljä sah ihn scharf an. Er konnte sich nicht recht entsinnen, was er diesem Menschen angetan, oder wo er ihn getroffen hatte. Das war aber schließlich nicht wunderlich, da er ja so unzählige Händel auf der Straße gehabt hatte.
„Du kennst mich?“ fragte er ihn ironisch.
„Ich kenne dich, ich kenne dich!“ wiederholte immer wieder der dumme Bursche.
„Nun, um so besser für dich. Ich habe keine Zeit, leb wohl!“
„Was, du wirst noch frech?“ schrie der andere auffahrend. „Du wirst obendrein noch frech? Ich kenne dich! So ein freches Luder, wie du eins bist, gibt’s ja kein zweites!“
„Das, Freund, ist jetzt nicht deine Sache, ob ich frech bin oder nicht,“ sagte Koljä von oben herab, blieb stehen und blickte ihn wieder scharf an.
„Wieso denn nicht meine Sache?“
„Sehr einfach: weil sie es nicht ist.“
„So – o? Wessen denn sonst, wenn nicht meine? Wen soll es denn sonst was angehen?“
„Das, mein Freund, geht jetzt nur Trifon Nikititsch an, aber nicht dich.“