„Wie soll ich’s denn wissen, nach welch einem? Jetzt haben sie was, worüber sie bis zum Abend schreien können. Ich versetze den Dummköpfen in allen Gesellschaftsschichten gern einen geistigen Nasenstüber. Da steht der Kerl immer noch wie ein Ochs am Berge. Merk dir eines, man sagt: ‚Es gibt nichts Dümmeres als einen dummen Franzosen,‘ aber weißt du, auch die russische Physiognomie kann sich sehen lassen. Nun, sag doch selbst, ist es diesem Bauern dort nicht aufs Gesicht geschrieben, daß er dumm ist, da, diesen Bauern da, meine ich, wie?“.
„Laß ihn, Koljä, gehen wir vorüber.“
„Um nichts in der Welt werde ich so vorübergehen, ich bin jetzt gerade gut dazu aufgelegt. Heda! Guten Tag, Bauer!“
Es war ein kräftiger, älterer Bauer, der langsam an ihnen vorüberging. Er hatte ein rundes, einfaches Gesicht und einen leicht ergrauten Bart. Auf den Gruß hin erhob er den gesenkten Kopf und blickte den forschen Schulbuben an. Wahrscheinlich hatte er schon etwas getrunken.
„Nun, guten Tag, wenn du nicht scherzest,“ gab der Bauer langsam zur Antwort.
„Und wenn ich scherze?“ fragte Koljä lachend.
„Wenn du aber scherzest, dann nur zu, Gott mit dir. Das tut nichts, das kann man. Scherzen kann man immer.“
„Verzeih, Freund, ich habe in der Tat gescherzt.“
„Nun, macht nichts, Gott wird dir verzeihen.“
„Aber verzeihst auch du mir?“