Was Iwan Fedorowitsch am meisten empörte, war dieser hartnäckig beibehaltene freche Ton, den Ssmerdjäkoff auf einmal angenommen hatte und nicht mehr verändern zu wollen schien.

„Du bist es, der ihn erschlagen hat!“ rief Iwan plötzlich auffahrend.

Ssmerdjäkoff lächelte verächtlich.

„Daß nicht ich es getan habe, das wißt Ihr doch selber ganz genau. Und ich glaubte, daß mit einem klugen Menschen sich gar nicht mehr darüber noch zu reden lohnt.“

„Aber warum, sag, warum war damals in dir ein solcher Verdacht auf mich aufgetaucht?“

„Wie ich Euch schon mannigfach gesagt habe, einzig von wegen meiner Angst. War ich doch dazumal in so einer Verfassung, daß ich in der Angst alle beargwöhnte. Aus selbigem Grunde beschloß ich dann, desgleichen auch Euch zu erforschen, dieweil wenn auch Ihr dasselbige wie Euer Bruder Dmitrij wünscht, dachte ich, so weiß ich, daß ich alsomit verloren bin, daß die Sache so gut wie geschehen ist, und ich mit eins wie eine Fliege untergehe.“

„Hör mal, vor zwei Wochen sprachst du anders.“

„Ich habe aber vor zwei Wochen im Hospital ganz genau dasselbe gemeint. Bloß glaubte ich alleweil, daß Ihr auch ohne überflüssige Wörter verstehen würdet und ein offenes Gespräch selber nicht wünschtet, wie eben ein sehr kluger Mensch.“

„Sieh mal einer an! Aber antworte, antworte, ich bestehe darauf! Wodurch, sage, wodurch habe ich damals in deiner gemeinen Seele einen so niedrigen Verdacht erwecken können?“

„Totschlagen – so hättet Ihr das selber auf keine Manier getan, und Ihr hättet es auch nicht gewollt. Aber wollen, daß ihn ein anderer totschlage – so wolltet Ihr dies sogar sehr.“