„Erlaub! Und auch später, am Tage nach dem Morde und die ganze Zeit im Krankenhause hast du dich verstellt?“

„Nicht die Spur! Gleich am anderen Morgen, alsomit noch vor dem Krankenhause, bekam ich einen echten Anfall, und der war so stark, wie ich einen seit Jahren nicht mehr gehabt habe. Zwei Tage lang war ich ganz und gar bewußtlos.“

„Gut, gut. Fahre fort, erzähl weiter.“

„Man legte mich auf selbiges Bett hinter der Bretterwand. Das hatte ich schon im voraus gewußt, daß man mich wiederum dorthin bringen werde, denn Marfa Ignatjewna hat mich jedesmal, wenn ich krank war, dort hinter selbige Bretterwand bringen lassen, um mich bei sich ganz in der Nähe zu haben. Sie ist alleweil sehr gut zu mir gewesen, von meiner Geburt an. In der Nacht stöhnte ich, aber nur leise. Ich erwartete Dmitrij Fedorowitsch.“

„Wieso erwartetest du ihn? Wußtest du, daß er zu dir kommen werde?“

„Warum denn zu mir? Ich erwartete, daß sie ins Haus kommen würden, denn es gab für mich überhaupt keinen Zweifel mehr daran, daß sie in selbiger Nacht kommen würden, dieweil sie mich krank wußten und keinerlei Nachrichten hatten. Also mußten sie zweifelsohne selber über den Zaun klettern, um etwas, was es auch sei, anzurichten.“

„Wenn er aber nicht gekommen wäre?“

„Dann wäre auch nichts gewesen. Ohne sie hätte ich mich auch zu nichts entschlossen.“

„Gut, gut ... sprich deutlicher, beeile dich nicht, aber die Hauptsache – laß nichts aus!“

„Ich erwartete, daß sie Fedor Pawlowitsch totschlügen ... das stand für mich alleweil fest ... sintemal ich sie schon so zubereitet hatte ... in den letzten Tagen ... Und die Hauptsache – selbige Zeichen waren ihnen bekannt geworden. Sie mußten alsomit bei ihrem Mißtrauen und Jähzorn, die sich doch in jenen Tagen noch gewaltig aufgehäuft hatten, mittels selbiger Zeichen ganz zweifelsohne in das Haus eindringen. Das war doch klar. Und so erwartete ich sie ...“