„Sehr möglich, daß er sich betrinken wird. Aber wir wollen beide allein kommen, um mit ihnen, mit der Mutter und Ninotschka, zusammen ein Stündchen zu sitzen, denn wenn wir wieder alle auf einmal kämen, so würden sie nur an die Beerdigung erinnert werden,“ sagte Aljoscha.
„Bei ihnen deckt jetzt die Wirtin den Tisch, wahrscheinlich zum Totenmahl, der Pope wird wohl bald kommen ... Sollen wir gleich wieder zurückgehen, Karamasoff, oder nicht?“
„Durchaus,“ antwortete Aljoscha.
„Wie das sonderbar ist, Karamasoff, ein solcher Kummer und dann plötzlich Pfannkuchen, wie unnatürlich und wie sonderbar das in unserer Religion ist.“
„Sie werden auch Lachs essen,“ bemerkte plötzlich der Knabe, der Troja entdeckt hatte.
„Ich bitte Sie im Ernst, Kartascheff, sich nicht immer mit Ihren dummen Reden einzumischen, besonders wenn man gar nicht mit Ihnen spricht und überhaupt nicht wissen will, ob Sie auf der Welt sind oder nicht,“ fiel ihm Koljä gereizt ins Wort.
Der Knabe errötete wieder bis über die Ohren, doch zu antworten wagte er nicht. Inzwischen hatten sie alle still den Fußweg eingeschlagen, und plötzlich rief Ssmuroff aus:
„Das ist der große Stein, unter dem Iljuscha beerdigt sein wollte!“
Alle blieben sie schweigend am großen Steine stehen. In Aljoscha tauchte die Erinnerung daran auf, wie Ssnegireff ihm von Iljuschetschka erzählt hatte: Wie dieser den Vater weinend umarmt und dabei ausgerufen: „Papachen, Papachen, wie hat er dich erniedrigt!“ Es war ihm, als wenn in seiner Seele etwas erzitterte. Mit ernster und würdiger Miene ließ er seinen Blick über alle diese lieben, hellen Gesichter der Schuljungen und Kameraden Iljuschetschkas gleiten, und plötzlich wandte er sich an sie:
„Meine Freunde, ich wollte euch hier, gerade an diesem Steine, ein Wort sagen.“