»Ich fürchte …«
»Was fürchtest du?«
»Bei den andern ginge es ja noch; doch bei Julian Mastakowitsch – er ist ja mein Wohltäter, Arkascha! Und wenn er merkt, daß es nicht meine Handschrift ist …«
»Du glaubst, daß er das merkt? Du bist wirklich sonderbar, Wassjuk! Wie kann er es merken? Du weißt ja, daß ich deine Namensunterschrift täuschend ähnlich nachmachen kann und sogar dieselbe Schleife anhänge wie du sie machst, bei Gott! Laß das! Wer kann das merken?«
Wassja antwortete nichts und trank eilig sein Glas aus. Dann schüttelte er zweifelnd den Kopf.
»Wassja, mein Lieber! Wenn das uns doch gelingen würde! Wassja, was ist mit dir? Du machst mir angst! Weißt du, Wassja, jetzt werde ich mich gar nicht mehr hinlegen, denn ich werde nicht einschlafen können. Zeig mir: ist dir noch viel übriggeblieben?«
Wassja warf Arkadij Iwanowitsch einen solchen Blick zu, daß diesem das Herz still stand und der Atem stockte.
»Wassja! Was ist mit dir? Was hast du? Was siehst du mich so an?«
»Arkadij! Ich werde morgen zu Julian Mastakowitsch gehen und gratulieren!«
»Gut! Gehe meinetwegen!« sagte Arkadij, ihn erwartungsvoll anblickend. »Höre, Wassja, beschleunige das Tempo: ich werde dir doch nichts Schlechtes raten, bei Gott! Wie oft hat dir schon Julian Mastakowitsch selbst gesagt, daß ihm an deiner Handschrift am meisten die Leserlichkeit gefällt! Nur Skoropljochin verlangt, daß die Handschrift leserlich und zugleich auch kalligraphisch sei, doch nur um später irgendein Papier auf die Seite zu schaffen und es seinen Kindern als Schönschreibvorlage nach Hause zu bringen; als ob sich der Schafskopf nicht richtige Vorlagen kaufen könnte! Doch Julian Mastakowitsch verlangt nur das eine: Leserlichkeit! … Was willst du noch mehr? Ich weiß schon gar nicht, Wassja, wie ich mit dir sprechen soll … Ich habe sogar Angst … Du bringst mich mit deinem Trübsinn um!«