Bald kam Wladislaus fast lautlos zur Laube gelaufen, reichte Martha die zwei Flaschen durchs Fenster und machte eine Verbeugung vor Peredonoff.
„Guten Tag,“ sagte Peredonoff rauh, „wieviel Flaschen Bier haben Sie heute ausgepfiffen?“
Wladislaus lachte gezwungen und sagte:
„Ich trinke kein Bier.“
Er war ein Junge von vierzehn Jahren, hatte so wie Martha, Sommersprossen im Gesicht und sah ihr auch sonst ähnlich; er hatte ungewandte, eckige Bewegungen und trug eine Joppe aus grober Leinewand.
Martha flüsterte mit ihrem Bruder. Beide lachten. Peredonoff blickte argwöhnisch nach ihnen. Wenn man in seiner Gegenwart lachte, ohne daß er wußte worüber, so nahm er immer an, daß man sich über ihn lustig mache. Die Werschina wurde unruhig. Schon wollte sie Martha berufen, als Peredonoff gereizt fragte:
„Worüber lachen Sie?“
Martha zuckte zusammen, und wußte nicht, was sie sagen sollte. Wladislaus lächelte, blickte auf Peredonoff und errötete.
„Es ist unhöflich, zu lachen, wenn Gäste dabei sind,“ betonte Peredonoff. „Lachen Sie über mich?“ fragte er.
Martha wurde rot und Wladislaus erschrak.