Kaum war Peredonoff gegangen, so begab sich die Werschina zum Polizeichef, um zu klagen.
Der Polizeichef Mintschukoff schickte einen Schutzmann nach Ardejeff und dessen Söhnen.
Die Jungen traten keck herein; sie dachten, daß man sie wegen früherer Streiche zur Rechenschaft ziehen wolle. Der alte Ardejeff hingegen war von vornherein davon überzeugt, daß seine Söhne wieder irgend eine Schweinerei begangen hatten. Der Polizeichef erzählte Ardejeff, was seinen Söhnen zur Last gelegt wurde. Ardejeff murmelte:
„Ich kann mit den Jungen nicht fertig werden. Tun Sie mit ihnen, was Ihnen recht erscheint; ich habe meine Fäuste an ihnen lahmgeschlagen.“
„Wir sind ganz unschuldig,“ sagte der ältere, Nil mit Namen, ein zerzauster rothaariger Bursche.
„Alles wälzt man auf uns, wenn so was passiert,“ sagte der jüngere weinerlich, er hieß Ilja, war auch zerzaust, aber blond; „einmal haben wir was Schlimmes getan und da wird alles auf uns geschoben.“
Mintschukoff lächelte süßlich, schüttelte den Kopf und sagte:
„Gesteht lieber!“
„Keine Spur,“ sagte Nil grob.
„Keine Spur? Wer hat euch denn 55 Kopeken für die Arbeit gegeben, he?“