Sascha errötete und machte eine ungeschickte Verbeugung; die Kokowkina stellte ihn vor. Ludmilla setzte sich an den Tisch und erzählte lebhaft einige Neuigkeiten. In der Stadt wurde sie gerade deswegen geschätzt, denn sie wußte alles und verstand nett und bescheiden zu erzählen. Die Kokowkina saß fast immer zu Hause, freute sich daher über diesen Besuch und machte die liebenswürdige Wirtin. Ludmilla plauderte lustig, lachte, sprang auf, um diesen oder jenen nachzumachen, und streifte dabei Sascha. Sie sagte:
„Sie müssen es doch einsam haben, liebste Freundin, immer nur zu Hause sitzen mit diesem kleinen Gymnasiasten. Besuchen Sie uns doch einmal.“
„O, das kann ich nicht,“ antwortete die Kokowkina; „ich bin viel zu alt, um Besuche zu machen.“
„Es handelt sich doch nicht um einen feierlichen Besuch,“ sagte Ludmilla zärtlich; „kommen Sie und bleiben Sie ein wenig, ganz wie zu Hause, das ist alles. Dieser Jüngling hier ist ja Gott sei Dank den Windeln entwachsen.“
Sascha machte ein gekränktes Gesicht und wurde rot.
„So ein Bengel!“ neckte Ludmilla und stieß ihn ein wenig in die Seite; „warum unterhalten Sie mich garnicht?“
„Er ist noch jung,“ sagte die Kokowkina, „und sehr schüchtern.“
Ludmilla sah sie an und lächelte:
„Ich bin auch verlegen,“ sagte sie.
Sascha lachte und sagte einfach: