„Ich habe doch nur gesagt, daß, wenn es sich so verhielte, ich zurücktreten müsse, und darauf hat sie geantwortet, daß das nicht nötig wäre. Da ich nun meinerseits nicht widersprochen habe, so kommt es heraus, daß sie mich gebeten hat zu bleiben. Und jetzt hängt es von mir allein ab; will ich, so kann ich „Nein“ sagen, will ich, so kann ich bleiben.“
„Unsinn „Nein“ zu sagen,“ sagte Peredonoff, „geh hin und mach so als wäre nichts gewesen.“
„Mag er wenigstens hier einen Vorteil haben,“ dachte Peredonoff, „er hat dann weniger Grund mich zu beneiden.“
Peredonoff war das Herz sehr schwer.
Wolodin schien ihm nicht recht geheuer, er mußte ihn auf Schritt und Tritt beobachten, daß er sich nicht mit Warwara zusammentäte. Dann war es auch nicht ausgeschlossen, daß die Adamenko sich über ihn geärgert hatte wegen seiner Vermittelung. Sie hatte Verwandte in Petersburg, denen könnte sie schreiben, und das hätte ihm vielleicht geschadet.
Und auch das Wetter war unfreundlich. Der Himmel war mit Wolken bedeckt, Krähen flatterten unruhig und schrieen so häßlich. Grade über Peredonoffs Kopf flogen sie und schrieen, als wollten sie ihn ärgern und ihm noch schlimmeres Unglück prophezeien. Peredonoff wickelte einen Schal um den Hals und dachte, daß es bei solchem Wetter leicht wäre sich zu erkälten.
„Was sind das für Blumen, Pawluschka?“ fragte er und zeigte dabei auf kleine, gelbe Blümchen, die hinter dem Zaun in einem Garten wuchsen.
„Das sind Eisenhütchen, Ardascha,“ antwortete Wolodin traurig.
Peredonoff fiel es ein, daß in seinem Garten sehr viele solcher Blumen wuchsen. So einen schrecklichen Namen hatten sie! Vielleicht sind sie giftig! Warwara wird eine Handvoll nehmen, sie als Tee aufkochen, um ihn damit zu vergiften, d. h. erst dann zu vergiften, wenn seine Ernennung bereits erfolgt ist, um dann mit Wolodin auf und davon zu gehen. Vielleicht hatten die beiden das schon längst verabredet. Woher sollte Wolodin sonst wissen, wie diese Blumen hießen.
Wolodin aber sagte: