Er stand auf und in gleichgültigem Stumpfsinn spuckte er ihr gerade ins Gesicht.
„Du Schwein!“ sagte Warwara ziemlich ruhig, als hätte sie sein Speichel erfrischt.
Dann wischte sie mit der Serviette über ihr Gesicht. Peredonoff schwieg. In der letzten Zeit behandelte er sie roher als sonst. Aber auch früher hatte er sie schlecht genug behandelt. Durch sein Schweigen ermutigt, sagte sie lauter:
„Wahrhaftig, du bist ein Schwein; grade ins Maul hast du getroffen.“
Im Vorhause ließ sich eine blökende, schafähnliche Stimme vernehmen.
„Brüll nicht,“ sagte Peredonoff, „Gäste kommen.“
„Ach ja, das ist Pawluschka,“ sagte Warwara schmunzelnd.
Laut und fröhlich lachend trat Pawel Wolodin ein. Es war ein junger Mann, der im Gesicht und in seinen Bewegungen einem Schafe auffallend ähnlich sah: sein Haar war wollig, wie bei einem Schafe, seine Augen vortretend und dumm, wie bei einem lebenslustigen Lamm. Es war ein dummer, junger Mensch. Er war Tischler, hatte früher eine Handwerkerschule besucht, und war jetzt als Lehrer seines Handwerks in der Volksschule angestellt.
„Bruderherz, Ardalljon Borisowitsch,“ rief er erfreut, „du bist zu Hause, und schlürfst Kaffee; da bin ich grade recht gekommen.“