Er weigerte sich lachend, aber es war ihm anzusehen, daß er froh war, mitkommen zu dürfen. So brachte ihn Ludmilla glücklich nach Hause.

„Da ist er!“ rief sie triumphierend und führte Sascha in ihr Zimmer.

„Warte nur, jetzt will ich mit dir abrechnen,“ drohte sie und verriegelte die Tür, „niemand wird dich jetzt in Schutz nehmen.“

Sascha hatte die Hände auf den Rücken gelegt und stand verlegen in der Mitte des Zimmers, ihm war sehr eigentümlich zumute. Es roch nach einem ihm unbekannten, schweren Parfum. Alles schien so feierlich und süß, und doch war etwas in diesem Geruch, das ihm zuwider war, das die Nerven erregte, wie etwa die Berührung von kleinen, flinken, glatten Schlangen.

XVIII

Peredonoff hatte eine Schülerwohnung besichtigt und kehrte jetzt heim. Ein plötzlicher Regenschauer überraschte ihn. Er überlegte, wohin er am besten gehen könne, um seinen neuen, seidenen Regenschirm der Nässe nicht auszusetzen. Jenseits der Straße erblickte er an einem kleinen, zweistöckigen Hause ein Schild mit der Aufschrift: Kontor. Notar Gudajewskji. Der Sohn des Notars war in der zweiten Klasse des Gymnasiums. Da beschloß Peredonoff hinzugehen und gleichzeitig den Schüler bei seinen Eltern zu verklagen.

Beide, Vater und Mutter waren zu Hause. Man empfing ihn sehr aufgeregt und geschäftig. Aber alles in diesem Hause wurde so betrieben.