„Das ist Wortklauberei!“
Die Prepolowenskaja lächelte und schwieg.
Man nahm ein neues Spiel und spielte weiter. Plötzlich ertönte ein lautes Krachen, — eine Fensterscheibe sprang klirrend und ein Stein schlug hart vor Peredonoff zu Boden.
Unter dem Fenster hörte man leises Flüstern, Lachen und dann Schritte, die sich eilig entfernten. Alle sprangen erregt von ihren Plätzen; die Frauen kreischten, — wie sie es gewöhnlich immer in solchen Fällen zu tun pflegen. Man hob den Stein auf, betrachtete ihn sorgfältig und ängstlich, keiner aber wagte es, ans Fenster zu gehen; — erst schickte man Klawdja auf die Straße und als sie mitgeteilt hatte, daß kein Mensch zu sehen wäre, begaben sich alle ans Fenster und besahen die zerschlagene Scheibe. Wolodin sprach die Vermutung aus, ein Gymnasiast hätte den Stein geworfen. Das schien allen wahrscheinlich zu sein und man blickte Peredonoff bedeutungsvoll an. Peredonoff machte ein mürrisches Gesicht und brummte in den Bart. Die Gäste sprachen dann darüber, wie ungezogen und verwildert die Kinder von heute wären.
Die eigentlichen Schuldigen waren natürlich nicht Gymnasiasten, sondern die Söhne des Schlossers.
„Der Direktor hat sie dazu angestiftet,“ erklärte Peredonoff plötzlich, „er sucht ewig nach Händeln und weiß gar nicht mehr, was er sich ausdenken soll, um mir was anzuhaben.“
„Das hast du dir wunderbar ausgedacht,“ rief Rutiloff laut lachend.
Alle lachten, aber die Gruschina sagte:
„Ja, was denken Sie denn; er ist ein so boshafter und schlechter Mensch, daß man ihm alles zutrauen kann. Natürlich tut er es nicht selber, aber so beiläufig, durch seine Söhne z. B. gibt er einen kleinen Wink ...“
„Und daß er adelig ist, besagt noch nichts,“ blökte Wolodin dazwischen, „gerade von den Adeligen lassen sich solche Stückchen erwarten.“