Manche von den Gästen hielten das nicht für unmöglich, — und hörten auf zu lachen.

„Du hast Unglück mit Glas, Ardalljon Borisowitsch,“ sagte Rutiloff, „bald wird dir die Brille zerschlagen, bald ein Fenster zertrümmert.“

Dieser Witz hatte einen neuen Heiterkeitsausbruch zur Folge.

„Scherben bedeuten Glück,“ sagte die Prepolowenskaja verhalten lächelnd.

Als Peredonoff und Warwara zu Bett gingen, glaubte er, daß sie gegen ihn etwas im Schilde führe; er nahm alle Gabeln und Messer und versteckte sie unter dem Bett. Er lallte schon halb im Schlafe:

„Ich kenne dich; du willst mich heiraten und mich denunzieren, um mich dann los zu sein. Dann wirst du eine Pension erhalten und mich wird man in der Festungsmühle zu Brei zermahlen.“

In der Nacht träumte er unruhig. Lautlos neckten ihn fürchterliche Gestalten, — es waren lauter Könige und Buben, und sie schwangen drohend ihre Keulen. Sie flüsterten und suchten sich vor ihm zu verstecken. Ganz leise krochen sie unter sein Kopfkissen.

Aber dann wurden sie kühner und kamen wieder hervor. In unzähligen Mengen liefen sie immer rings um ihn herum und sprangen vom Bett auf das Kopfkissen, vom Kopfkissen auf den Boden und dann wieder aufs Bett. Sie zischelten und neckten ihn, schnitten entsetzliche, unheimliche Fratzen und verzogen den garstigen Mund zu widerlichem Grinsen. Peredonoff sah, daß sie alle nur klein und schmächtig waren; sie konnten ihn nicht töten; aber sie machten sich über ihn lustig, und ihr Erscheinen bedeutete Unglück. Darum fürchtete er sich und murmelte einige unzusammenhängende Sätze aus Beschwörungsformeln, die er als Kind beim Spielen gelernt hatte; dann fuchtelte er mit den Händen, um sie zu vertreiben, er schrie sie an mit heiserer, befehlender Stimme.

Davon erwachte Warwara und fragte ärgerlich:

„Warum brüllst du so; du läßt mich nicht schlafen?“