„Die Werschina wird ihr ein neues machen lassen,“ sagte Warwara mit neidischer Bosheit. „Zur Hochzeit wird sie ihr die ganze Aussteuer herrichten. Eine Schönheit, vor der die Pferde scheu werden,“ murmelte sie leise und blickte schadenfroh auf Murin.

„Auch für Sie ist es höchste Zeit, Hochzeit zu machen,“ sagte die Prepolowenskaja. „Worauf warten Sie noch, Ardalljon Borisowitsch?“

Das Ehepaar Prepolowenskaja hatte schon eingesehen, daß Peredonoff nach dem zweiten Brief fest entschlossen war, Warwara zu heiraten. Sie selber aber glaubten an die Echtheit des Briefs und behaupteten, daß sie immer auf Warwaras Seite gestanden hätten. Es hatte für sie keinen Zweck, sich mit Peredonoff zu entzweien, — denn es war vorteilhaft, mit ihm Karten zu spielen. Und Genja, da war nichts zu machen, mußte eben warten, — bis sich ein anderer Freier finden würde.

„Natürlich müssen Sie sich trauen lassen,“ sagte Prepolowenskji, „das ist ein gutes Werk und wird der Fürstin gefallen. Es wird der Fürstin angenehm sein, wenn Sie heiraten, und das wird ihr auch gefallen, sintemal Sie ein gutes Werk verrichten, und dann ist alles in Ordnung. Und — man nehme die Sache wie man will — es ist immer ein gutes Werk und wird der Fürstin gefallen.“

„Ich bin ganz derselben Meinung,“ sagte die Prepolowenskaja.

Prepolowenskji war ins Reden hereingekommen und konnte nicht an sich halten, weil er aber bemerkte, daß alle nach und nach von ihm fortgegangen waren, setzte er sich neben einen jungen Beamten und erklärte ihm dieselbe Sache.

„Ich bin entschlossen, mich trauen zu lassen,“ sagte Peredonoff, „wir wissen nur beide nicht, wie das anzufangen ist. Etwas muß doch geschehen, ich weiß nur nicht was.“

„Da ist nichts besonders dabei,“ sagte die Prepolowenskaja, „wollen Sie, ich und mein Mann werden Ihnen alles einrichten. Sie brauchen sich um gar nichts zu kümmern.“

„Gut,“ sagte Peredonoff, „ich bin einverstanden. Es muß nur alles reichlich und anständig eingerichtet werden. Ums Geld soll es mir nicht leid tun.“

„Seien Sie unbesorgt, Sie werden zufrieden sein,“ sagte die Prepolowenskaja.